Employer Branding: Als Startup für Arbeitnehmer attraktiv sein

Viele Unternehmen in Deutschland haben ein großes Problem, ihre Stellen mit Fachkräften zu besetzten. Laut einem Arbeitsmarktreport vom Jahr 2019 liegt dieses Problem schon länger vor und verstärkt sich durch die anhaltenden Krisensituationen immer mehr. Schon 2019 wurde erhoben, dass knapp 50 Prozent der Unternehmen ihre Stellen nicht mehr längerfristig besetzen können. Bei mittelständischen Unternehmen sollen es noch etwa zehn Prozent mehr sein. Stellenanzeigen oder das sogenannten Active Sourcing, bei dem sich Unternehmen gezielt bei Fachkräften bewerben, haben nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Ein neuer Weg, um gerade für Startups kompetente Mitarbeiter zu gewinnen, ist das Employer Branding. Wie das funktionieren soll, erfahren Sie im Folgenden.

Employer Branding – eine neue Marketing-Strategie zur Personalgewinnung

Mit der Agentur für Employer Branding balleywasl will ein Unternehmen für sich selbst eine attraktive Arbeitgebermarke erschaffen. Das Marketing-Konzept zielt darauf ab, sich als besonders attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und sich gegen Wettbewerber zu behaupten. So sollen Mitarbeiter gewonnen und an das eigene Unternehmen gebunden werden. Employer Branding ist nicht mit Personalmarketing gleichzusetzen, denn es ist im Gegensatz zum Personalmarketing strategisch und nicht operativ ausgerichtet. Die gesuchten Fachkräfte sollen nicht nur erreicht werden wie beim Personalmarketing, sondern sie werden mit einer gezielten Botschaft vom Unternehmen überzeugt. Im Fokus steht die Analyse der Zielgruppe und die Frage, was ein Unternehmen besonders interessant und schätzenswert für seine Mitarbeiter macht und was es von seiner Konkurrenz abhebt. Das wird als Employer Value Proposition (EVP) bezeichnet und meint das Alleinstellungsmerkmal eines Unternehmens als Arbeitgeber. Zu den Parametern der EVP zählen etwa eine überdurchschnittliche Vergütung, eine angenehme Firmenkultur und ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das sich von anderen Unternehmen positiv unterscheidet.

Die Ziele des Employer Brandings richten sich nach außen und nach innen

Nach außen soll das Employer Branding das Recruiting von gesuchtem Fachpersonal unterstützen, um neue Mitarbeiter dauerhaft zu gewinnen. Die nach innen gerichteten Maßnahmen dienen dazu, die eigenen Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, sie zu motivieren und letztlich die Produktivität des Unternehmen zu steigern. Dafür ist die Zufriedenheit der Mitarbeiter wichtig, die eine entsprechende Unternehmenskultur erfordert. Zum Prozess des Employer Brandings gehören neben der Analyse der eigenen EVP die Markenkommunikation (Branding), das damit verknüpfte Engagement verbunden mit geeigneten Content-Strategien, das Finden neuer Mitarbeiter sowie die Bindung aller neuen und alten Mitarbeiter an das eigene Unternehmen. Die Analyse der EVP ist zunächst an einige Fragen geknüpft, etwa wofür das Unternehmen steht, welche Visionen mit ihm verbunden sind und was es als Arbeitgeber einzigartig macht.

Einen Kommunikationsplan erstellen und Content-Strategien umsetzen

Das Erstellen eines Kommunikationsplans und das Umsetzen von Content-Strategien sind die nächsten Punkte, die insbesondere für ein Startup gezielt umgesetzt werden müssen. Zu einem Kommunikationsplan und den Content-Strategien gehören Karriereseiten, Mitarbeiterinterviews, Social-Media und Online-Medien, Newsletter, Videos, Events wie Messeteilnahmen und gezielt gesetzten Marken- und Unternehmensbotschaften. Die Inhalte sollten dabei regelmäßig veröffentlicht werden und einem strengen Redaktionsplan folgen. Das alles dient schließlich den Recruiting-Maßnahmen und der Personalbindung eines Unternehmens als attraktive Arbeitgebermarke. Dafür ausschlaggebend sind eine offene Unternehmenskultur, Übertragung von Eigenverantwortung, Team Events, Fortbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen, flexible Home-Office-Reglungen, Maßnahmen wie Office Yoga und kostenlose Speisen und Getränke.

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